Putzplan: Was du täglich, wöchentlich, monatlich und jährlich putzen solltest
Kurz gesagt: Ein guter Putzplan erledigt jeden Tag ein paar Kleinigkeiten (Geschirr, Arbeitsflächen, kurz aufräumen, Stoßlüften), einmal pro Woche Bad, Böden und Bettwäsche und verteilt den Rest auf alle 2 Wochen, monatlich, alle 3 Monate und einmal im Jahr. Dazu kommen die wenigen Punkte, für die es offizielle Empfehlungen gibt, etwa die Kühlschranktemperatur oder die jährliche Prüfung der Rauchwarnmelder. So bleibt die Wohnung sauber, ohne dass du je einen ganzen Samstag opferst.
Unten findest du den ganzen Plan nach Häufigkeit und danach dieselben Aufgaben nach Raum sortiert. Nimm einfach die Version, die besser zu deiner Wohnung passt.
Der Putzplan auf einen Blick
| Wie oft | Was du putzt |
|---|---|
| Täglich | Geschirr, Arbeitsflächen und Herd, 10 Minuten aufräumen, Stoßlüften |
| Wöchentlich | Bad, Staubsaugen und Wischen, Bettwäsche, Müll, Kühlschrank-Check, Spüllappen wechseln |
| Alle 2 Wochen | Kühlschrank ausräumen, Badematten waschen, Regale und Fußleisten abstauben |
| Monatlich | Wasserkocher entkalken, Fettfilter der Dunstabzugshaube, Spülmaschinensieb, Schranktüren |
| Alle 3 Monate | Backofen, Fenster putzen, Kissen und Vorhänge waschen, Duschkopf entkalken |
| Jährlich | Rauchwarnmelder prüfen, Heizkörper entlüften, hinter großen Geräten putzen |
Das meiste davon ist Gewohnheit, keine Vorschrift. Keine Behörde schreibt dir vor, jede Woche zu saugen; das ist einfach der Rhythmus, den die meisten Haushalte brauchen. Die paar Aufgaben, hinter denen echte Hygiene- oder Sicherheitsempfehlungen stehen, sind unten markiert und verlinkt.
Täglich: 15 Minuten
Täglich kommt nur auf die Liste, was schnell schlimmer wird, wenn du es liegen lässt. Halt sie so kurz, dass du sie auch an einem müden Dienstagabend schaffst.
- Geschirr: spülen oder die Spülmaschine einräumen und laufen lassen. Nichts über Nacht einweichen lassen.
- Arbeitsflächen und Herd: nach der letzten Mahlzeit abwischen.
- Schneidebretter: nach jedem Gebrauch gründlich reinigen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) rät zu einem Brett für Fleisch und Geflügel und einem anderen für Obst und Gemüse. Kunststoffbretter lassen sich in der Spülmaschine bei über 60 °C reinigen und eignen sich deshalb besser für rohe Lebensmittel als Holz.
- Stoßlüften: Fenster weit auf statt dauerhaft gekippt. Das Umweltbundesamt schreibt, dass es in der kalten Jahreszeit je nach Temperatur und Wind reicht, „2-3-mal am Tag für ca. 5 Minuten pro Raum“ mit weit geöffneten Fenstern zu lüften. In Küche und Bad sollen die Fenster beim Kochen oder Duschen und direkt danach 5 bis 10 Minuten weit offen sein. Im Sommer lüftest du länger, 10 bis 20 Minuten.
- Nach dem Duschen: Wasser von Wänden und Boden abziehen, vor allem wenn das Bad schlecht zu lüften ist. Auch das empfiehlt das Umweltbundesamt gegen Schimmel; ein Fensterabzieher reicht.
- Kurz aufräumen: 10 Minuten alles dahin zurück, wo es hingehört. Schuhe, Post, Tassen, Ladekabel.
- Bett machen, wenn du den Tag gern so anfängst.
Wöchentlich: jeden Tag eine größere Aufgabe
In den wöchentlichen Aufgaben steckt das eigentliche Putzen. Verteil sie über die Woche (Bad am Montag, Böden am Mittwoch, Bettwäsche am Samstag). Das klappt für die meisten besser, als alles für einen Samstagvormittag aufzuheben.
- Bad: Toilette, Waschbecken, Spiegel, Dusche oder Wanne und Boden.
- Staubsaugen und wischen, zuerst in den Räumen, die ihr am meisten nutzt.
- Bettwäsche und Handtücher waschen und wechseln.
- Müll und Wertstoffe: Restmüll, Biotonne, gelber Sack oder Wertstofftonne und Altpapier am Abholtag raus. Wann was abgeholt wird, steht im Abfuhrkalender deiner Stadt oder Gemeinde.
- Mülleimer auswaschen: Das BfR empfiehlt, Abfallbehälter regelmäßig zu leeren und „mindestens einmal pro Woche“ mit warmem Wasser und Reinigungsmittel zu säubern und danach zu trocknen.
- Kühlschrank-Check: Laut BfR sollst du Speisen „wenigstens einmal pro Woche“ auf Haltbarkeit und Verderb prüfen. Reste gegarter Speisen gehören in den Kühlschrank und sollten innerhalb von zwei bis drei Tagen gegessen werden. Bei der Gelegenheit kannst du gleich das Thermometer anschauen: Das BfR empfiehlt höchstens 7 °C, besser unter 5 °C.
- Spüllappen und Geschirrtücher wechseln: Das BfR rät, sie nach Gebrauch zu trocknen, möglichst oft zu wechseln, „wenigstens einmal pro Woche“, und bei mindestens 60 °C zu waschen. Schwämme hält das BfR für die Küche für weniger geeignet, weil sie langsam trocknen und meist nicht oft genug ausgetauscht werden. Eine Spülbürste aus Kunststoff kann in die Spülmaschine.
- Staub wischen dort, wo man ihn sieht: Fernsehschrank, Couchtisch, Nachttische.
- Mikrowelle auswischen, bevor die Spritzer festbacken.
Alle 2 Wochen
Diese Aufgaben müssen nicht jede Woche sein, sehen aber am Monatsende nicht mehr schön aus.
- Kühlschrank ausräumen: Fächer und Türfächer abwischen, nicht nur die alten Lebensmittel rauswerfen. Das BfR nennt als Minimum, den Kühlschrank „mehrmals im Jahr innen“ zu reinigen; alle 2 Wochen ist unser Vorschlag, damit es nie eine große Aktion wird.
- Badematten und Küchenhandtücher waschen.
- Abstauben oben und unten: Regale, Fußleisten, Bilderrahmen.
- Staubsaugen unter den Sofakissen und in den Ecken, die der Saugroboter nicht erwischt.
Monatlich
Monatlich landen die Aufgaben, die man gern vergisst, weil man sie nicht sieht. Gib ihnen einen festen Termin, statt auf dein Gedächtnis zu vertrauen.
- Wasserkocher entkalken. Wie schnell sich Kalk bildet, hängt von der Wasserhärte bei dir ab. Monatlich ist ein guter Startwert; bei sehr hartem Wasser eher öfter. Die Kaffeemaschine entkalkst du nach der Anleitung des Herstellers, viele zeigen es selbst an.
- Fettfilter der Dunstabzugshaube reinigen. Viele Metallfilter dürfen in die Spülmaschine, Kohlefilter werden getauscht; was für deine Haube gilt, steht in der Anleitung. Das Umweltbundesamt erinnert daran, dass auch bei der Küchenabluft die Filter „regelmäßig“ getauscht werden sollen.
- Spülmaschine pflegen: Sieb ausspülen, Dichtungen abwischen. Laut BfR sollte auch der Innenraum der Maschine „von Zeit zu Zeit“ gereinigt werden, mit besonderem Blick auf Sieb und Gummidichtungen.
- Schranktüren, Griffe und Lichtschalter abwischen.
- Matratze absaugen und die Polstermöbel gleich mit.
Alle 3 Monate
Die Aufgaben für jede Jahreszeit. Ein guter Trick: Verknüpf sie mit dem Beginn jeder Jahreszeit, dann kommen sie von allein wieder.
- Backofen reinigen.
- Fenster putzen, mit Rahmen und Fensterbänken. Und wenn du Rollläden hast, wischst du die Lamellen gleich mit ab.
- Duschkopf und Armaturen entkalken. Den Duschkopf abschrauben und in Essig- oder Zitronensäurelösung legen; bei hartem Wasser kann das auch öfter nötig sein.
- Kissen, Bettdecke und Vorhänge waschen, wenn das Pflegeetikett es erlaubt.
- Fugen im Bad gründlich putzen und den Duschvorhang waschen.
- Waschmaschine pflegen: Waschmittelfach und Türdichtung reinigen, das Flusensieb laut Anleitung leeren. Hast du einen Trockner, leerst du sein Flusensieb ohnehin nach jedem Gang.
Jährlich
Einmal im Jahr klingt einfach, bis plötzlich drei Jahre vergangen sind. Gib jeder dieser Aufgaben ein Datum.
- Rauchwarnmelder prüfen. Ob und wo Rauchwarnmelder Pflicht sind, regelt in Deutschland die Bauordnung deines Bundeslandes. In Bayern zum Beispiel müssen laut Art. 46 BayBO Schlafräume, Kinderzimmer und Flure, die zu Aufenthaltsräumen führen, je mindestens einen Rauchwarnmelder haben, und die Betriebsbereitschaft muss der unmittelbare Besitzer sicherstellen, also meist du als Mieterin oder Mieter, „es sei denn, der Eigentümer übernimmt diese Verpflichtung selbst“. Die Feuerwehr Hannover schreibt, dass Rauchmelder „gemäß ihrer Bedienungsanleitung, jedoch mindestens einmal jährlich“ zu prüfen sind: Raucheintrittsöffnungen frei, Probealarm über die Prüftaste, bei austauschbaren Batterien eventuell ein Batteriewechsel. Sie rät außerdem, die Melder vor und nach jedem Urlaub zu testen.
- Alter der Rauchwarnmelder checken. Laut DIN 14676, so die Feuerwehr Hannover, ist ein Rauchmelder spätestens zehn Jahre nach der Inbetriebnahme auszutauschen. Schreib dir das Einbaudatum auf, falls es nicht auf dem Gerät steht.
- Heizkörper entlüften, am besten im Herbst. Das Umweltbundesamt rät, die Heizung zu Beginn der Heizperiode warten zu lassen. Einzelne Heizkörper entlüftest du über das Entlüftungsventil, wenn sie gluckern oder trotz aufgedrehtem Thermostat nicht mehr richtig warm werden.
- Hinter und unter den großen Geräten putzen: Kühlschrank, Herd, Waschmaschine.
- Einen Stauraum ausmisten: Kleiderschrank, Keller, Abstellkammer oder unter dem Bett.
Derselbe Putzplan nach Raum
Wenn du lieber Raum für Raum putzt, hier dieselbe Liste nach Räumen sortiert.
- Küche. Täglich: Geschirr, Arbeitsflächen, Schneidebretter. Wöchentlich: Müll, Kühlschrank-Check, Spüllappen, Boden. Alle 2 Wochen: Kühlschrank ausräumen. Monatlich: Wasserkocher, Fettfilter, Spülmaschinensieb. Alle 3 Monate: Backofen. Jährlich: hinter dem Kühlschrank.
- Bad. Täglich: nach dem Duschen abziehen und lüften. Wöchentlich: gründlich putzen, Handtücher. Alle 2 Wochen: Badematten. Alle 3 Monate: Duschkopf entkalken, Fugen und Duschvorhang.
- Schlafzimmer. Täglich: lüften, Bett machen. Wöchentlich: Bettwäsche, Staub wischen. Monatlich: Matratze absaugen. Alle 3 Monate: Kissen und Bettdecke.
- Wohnzimmer. Täglich: kurz aufräumen, lüften. Wöchentlich: saugen, Staub wischen. Alle 2 Wochen: unter den Kissen. Alle 3 Monate: Vorhänge.
- Waschküche oder Bad mit Waschmaschine. Nach jedem Trocknergang: Flusensieb. Alle 3 Monate: Waschmaschine pflegen.
- Ganze Wohnung. Wöchentlich: Mülleimer auswaschen. Alle 3 Monate: Fenster und Rollläden. Jährlich: Rauchwarnmelder prüfen, Heizkörper entlüften.
So passt der Plan zu dir
Ein Putzplan funktioniert nur, wenn er zu der Zeit passt, die du wirklich hast. Ein paar Wege, ihn kleiner zu machen:
- Allein wohnen? Weniger Geschirr und weniger Wäsche, aber dasselbe Bad jede Woche und dieselben Sicherheitschecks. Viele Singles kommen mit der Tagesliste plus einer Wochenaufgabe pro Tag gut hin.
- Wenig Zeit? Kürz die Tagesliste auf Geschirr und Arbeitsflächen und erledige jeden Tag eine Wochenaufgabe statt eines großen Putztags am Wochenende. Fünfzehn Minuten schlagen drei Stunden, die du nie findest.
- WG oder gemeinsamer Haushalt? Teilt die Wochenaufgaben auf und lasst die unbeliebten reihum gehen. Wie das ohne Streit klappt, steht in unseren Artikeln How to Split Chores With Roommates (auf Englisch) und How to Split Chores With Your Partner (auf Englisch).
- Kinder oder Haustiere? Rechne damit, dass Aufräumen und Böden mehr Zeit brauchen. Leg dafür lieber einen eigenen Abschnitt an, statt alles in die bestehende Liste zu quetschen.
Teil den Plan mit deinem Haushalt
Das Schwierigste an jedem Putzplan sind die Aufgaben, die nur einmal im Monat oder einmal im Jahr dran sind. Das Geschirr vergisst niemand. Die Rauchwarnmelder vergessen alle.
Genau dafür gibt es Tidy Up. Jeder Raum oder Teil deiner Wohnung wird in der App zu einem Bereich mit eigenen Aufgaben, und jede Aufgabe kann sich täglich, wöchentlich, alle 2 Wochen, monatlich, alle 3 Monate oder jährlich wiederholen. Hakt jemand eine wiederkehrende Aufgabe ab, rutscht sie von selbst auf ihren nächsten Termin, und die Liste jedes Bereichs ist sortiert nach Überfällig, Heute, Diese Woche und Später.

Wie oft sich eine Aufgabe wiederholt, stellst du mit einer Zeile im Formular ein.

Die Aufgaben, die die ganze Wohnung betreffen, bekommen einen eigenen Bereich. Leg einen Bereich „Ganze Wohnung“ an für den Mülleimer, die Fenster, die Heizkörper und die Rauchwarnmelder, und sie tauchen unter Später auf, bis ihre Woche gekommen ist.

Zum Teilen lädst du deinen Haushalt mit dem 10-stelligen Beitrittscode ein. Alle sehen dieselben Bereiche und denselben Plan, und eine Aufgabe kann an eine Person gehen, an mehrere oder an alle. Für die Aufgaben, die keiner will, etwa das Bad oder den Backofen, schaltest du Abwechselnd ein: Jedes Mal, wenn sie erledigt ist, ist die nächste Person dran. Eine Notiz an der Aufgabe hält die Details an einem Ort fest, zum Beispiel „Wenn er gluckert oder oben kalt bleibt“ beim Heizkörper.
Tidy Up ist kostenlos für unbegrenzt viele Personen und Aufgaben, mit bis zu 5 selbst angelegten Bereichen pro Haushalt und Abwechselnd bei bis zu 3 Aufgaben. Tidy Up+ bringt unbegrenzt viele Bereiche und unbegrenztes Abwechseln und eine Morgenübersicht mit allem, was heute fällig ist.

Häufige Fragen
Was sollte ich jeden Tag putzen?
Nur das, was schnell schlimmer wird: Geschirr, Arbeitsflächen und Herd, kurz aufräumen in den Haupträumen und ein paarmal am Tag stoßlüften. Für die meisten Wohnungen reichen fünfzehn Minuten.
Was gehört in einen Wochenputzplan?
Bad, Staubsaugen und Wischen, Bettwäsche und Handtücher, Müll und Wertstoffe, Staub wischen, ein Kühlschrank-Check und frische Spüllappen. Verteil die Aufgaben auf die Woche, eine pro Tag, wenn der große Wochenputz immer wieder ausfällt.
Wie oft sollte man die Wohnung gründlich putzen?
Dafür gibt es keine offizielle Regel. Ein praktischer Rhythmus: jeden Monat ein paar gründlichere Aufgaben, alle 3 Monate eine Runde für die Jahreszeit (Backofen, Fenster, Kissen, Vorhänge, Duschkopf) und einmal im Jahr hinter die Geräte, die Heizkörper und einen Stauraum. Dann brauchst du nie ein ganzes Großputz-Wochenende.
Wie oft muss ich Rauchwarnmelder prüfen?
Laut Feuerwehr Hannover nach der Bedienungsanleitung, aber mindestens einmal im Jahr, und zusätzlich vor und nach dem Urlaub. Spätestens nach zehn Jahren wird der Melder ausgetauscht. Wer für die Prüfung zuständig ist, regelt die Bauordnung deines Bundeslandes.
Wie halte ich einen Putzplan durch?
Halt die Tagesliste kurz, gib den Wochenaufgaben feste Tage und leg die Monats- und Jahresaufgaben dort ab, wo sie dich erinnern, nicht auf einer Liste, an die du selbst denken musst. In einer WG oder Familie gehören Namen neben die Aufgaben, damit nichts an „irgendwem“ hängen bleibt.